Performance und Administration

Nicht immer sind es die (ganz) großen „Features“, die den Alltag mit der Informix-Datenbank erkenntnisreich(er), produktiver und angenehmer gestalten. Oftmals kommen Mehrwerte unscheinbar und auf „leisen Sohlen“ daher, um dann umso nachhaltiger (positiv) zu überraschen. In der Folge daher ein paar Tipps, wie Sie Ihre Informix-Datenbank v14.10 noch effektiver nutzen können:

 

  • DIRECT_IO: traditionell arbeitet die Informix-Datenbank mit Raw Devices, d. h. Informix kommuniziert direkt mit dem Storage Device unter Umgehung des Betriebssystems und dessen Cache. Das führt im direkten Vergleich mit „cooked files“ zu spürbar besserer Performance. DIRECT_IO sorgt nun dafür, dass sich das (Performance)Verhalten auch bei „cooked files“  dem Raw-Modus annähert. DIRECT_IO ist in der Linux und Informix-Welt bereits seit vielen Jahren bekannt, steht seit Informix 14.10 aber jetzt auch für TempSpaces zur Verfügung. Zuvor war es nur möglich, DIRECT_IO für „normale“ DBspaces zu aktivieren. Das geschah mit den Parametern 0 = disabled, 1 = enabled,  2 = für AIX Filesystem. DIRECT_IO für TempSpaces kann nun mit dem Flag 0x4 = Special I/O is enabled for TEMP Dbspaces aktiviert werden. Bisherige Parameter bleiben unverändert. DIRECT_IO und RAW weisen sehr ähnliche Resultate auf.
  • cdr_migrate_server: Einrichtung und Durchführung der Enterprise Replikation (CDR/ER) sind zeitlich aufwendig und eine komplexe Angelegenheit. Zur Einrichtung der Enterprise Replikation sind üblicherweise eine Vielzahl von Befehlen in der richtigen Reihenfolge notwendig. Definition der CDR-Server, die Erstellung der Replikate, das Hinzufügen der Keys und die Übertragung der Daten auf den Zielrechner. Ab Informix 14.10 wird die Enterprise Replikation deutlich einfacher und schneller. Alle Befehle für die oben genannten Schritte (Phasen) können nun  mittels „cdr_migrate_server“ automatisch erstellt  und vom Quellserver in der korrekten Reihenfolge ausgeführt werden. Hierfür gibt es eine Syntax, die alle relevanten Schritte berücksichtigt. Es genügt eine Kommandozeile, um alle Befehle auszugeben und/oder auszuführen. Zudem ist es möglich, Tabellen von der Replikation auszuschließen. Zusätzlich kann auch bei „cdr_migrate_server“ die Option „add_replcheck“ hinzugefügt werden. Hier werden Daten auf Quell- und Zielseite miteinander verglichen, um ggfs. Anpassungen vornehmen zu können.  Voraussetzung für die Durchführung von „cdr_migrate_server“ sind das Vorhandensein von Storage Pools auf Quell- und Zielseite, die gegenseitige Erreichbarkeit der beiden Server und das beide Instanzen im INFORMIXDIR mit den ER-Gruppen eingetragen sind. Wichtig: der Quellserver muss mindestens die Version 11.70xC1 besitzen. Mit all seinen Performancevorteilen ist „cdr_migrate_server“  bei  Versions – und/oder Betriebssystemupgrades oder auch beim Aufbau eines Desaster-Recovery sinnvoll.
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